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"Bewertet mit 4.5/5 basierend auf 670 Bewertungen"Buchstabieren, Lesen und Schreiben
Wenn dein Kind im Alter von 6 bis 7 Jahren in der Schule viele neue Spielkameraden kennenlernt, wird auch die Sprachentwicklung angeregt. Es ist eine schöne Erfahrung, wenn du hörst, wie dein Kind dem Opa plötzlich über Artenvielfalt, den Eiffelturm, Hygienemaßnahmen oder Demokratie erzählt. Diese Gespräche können in alle möglichen Richtungen gehen.
Es kann auch sein, dass es ein paar interessante sprachliche Auswüchse gibt, die eher an Unkraut erinnern und die deine Augenbrauen nach oben springen lassen. Dann wird man sich vermutlich darüber unterhalten, was man zu welchem Zeitpunkt sagt - aber sowohl sprachliche Blüten als auch rhetorisches Unkraut gehören dazu, wenn man ein Kind mit 6 oder 7 Jahren ist.
Kindern im Alter von 6 und 7 Jahren experimentieren auf allen Ebenen mit sprachlicher und nichtsprachlicher Kommunikation und die Welt wird durch die Begegnung mit neuen Kindern, Familienformen, Essgewohnheiten und allgemein mehr Vielfalt noch viel größer.
Lerne das Alphabet, Schreiben und Lesen
Kindern im von 6 bis 7 Jahren ist gemeinsam, dass sie sich nun ernsthaft mit dem Erlernen von Buchstaben auseinandersetzen müssen. Sie alle sollen lesen, schreiben und buchstabieren lernen. Viele haben bereits versucht, ihren Namen und vielleicht auch schon ein bisschen mehr zu schreiben. Manche schreiben rückwärts oder verkehrt herum und manche können schon eine ganze Postkarte mit selbst erfundenen Wörtern in kreativem Buchstabierstil schreiben. Vielleicht hat sich dein Kind auch noch gar nicht für all die Buchstaben und Wörter interessiert. Vielleicht entdeckst du auf dem Kühlschrank einen Einkaufszettel, auf dem steht: „Kaofen: Kegse, Erbern un Fankuken“, geschrieben mit deinem feinsten Porzellanstift.
Die ganze Palette an Variationen beim Thema „Sprachverständnis und Buchstabenerwerb“ ist in diesem Alter einfach total okay. Denn es gibt tatsächlich einen sehr großen Bereich, der das „Normale“ abdeckt.
Es ist ganz normal, keinen Bock aufs das Schreiben von Buchstaben zu haben, nicht mal auf einen einzigen. Es ist auch ganz normal, dass es schwierig ist, Rechtschreibung oder das Lesen zu lernen. Genauso wie es auch ganz normal ist, umgekehrte Buchstaben zu schreiben, oder seinen eigenen Namen oder die der Klassenkameraden perfekt schreiben zu können. Oder vielleicht auch die Namen aller Rentiere vom Weihnachtsmann, von allen Königen oder die Einkaufsliste.
Normal ist hier jedenfalls ein weiter Begriff. Auch wenn der Schulanfang ein etwas nervös machendes Zusammentreffen mit vielen standardisierten Vorstellungen darüber sein kann, zu was dein Kind wann imstande sein sollte - versuche, tief durchzuatmen und verwende deine Energie auf Wohlbefinden, Freundschaften und Geborgenheit. Sowohl für dein Kind als auch für dich selbst.
Schließlich lernt man zum Schulbeginn viele neue Menschen kennen. Die 6- und 7-jährigen Freunde deines Kindes, deren Familien sowie die Erwachsenen in der Schule oder im Hort werden nun Neuzuwachs in eurem Bekanntenkreises - dies kann auch für uns Erwachsene herausfordernd sein. Man hat ja bereits einen Bekanntenkreis, oder?
Die Welt ist groß, mit all den neuen Freunden und Bekanntschaften, geh es einfach ganz entspannt an. Ihr habt viele Jahre Zeit für das Ganze.
In dieser Kategorie findest du sowohl traditionelle als auch innovative Möglichkeiten, dein Kind an Buchstaben, an die Rechtschreibung und ans Schreiben heranzuführen. Wir haben Projekte für die Vorstufe, für die erste Klasse und viele lustige Spielmöglichkeiten mit Buchstaben.
Schau einfach mal rein. Vielleicht darf es ein lustiges Brettspiel, ein Ballspiel, oder ein Aktivitätsheft sein? Oder kreative Aktivitäten, die spielerisch an Buchstaben und Wörter heranführen und das Interesse deines Kindes an seiner Welt wecken können.
Lesen lernen - mit guten Büchern für Kinder im Alter von 6 bis 7 Jahren oder mit anderen Methoden
Ein Buch zu lesen bedeutet nicht einfach, sich an das Buch zu setzen und es Seite für Seite durchzublättern. Man muss die Laute, die zu den Buchstaben gehören, kennen, doch dein Kind soll auch:
- Buchstabenlaute zu wiedererkennbaren Lauten zusammenfügen können.
- Denn man muss verstehen lernen, dass es auch Buchstaben oder Buchstabenkombis gibt, die anfangs ein wenig knifflig sein können. Denke nur an "Sch", "ch" oder "eu".
- Und man muss lernen, ob man die Seiten nach rechts oder links umblättert.
- Oder wissen, ob man von unten nach oben oder von rechts oder links zu lesen beginnt.
- Und sich trauen, laut für dich oder den Lehrer zu lesen.
- Und hören können, was man selbst liest und die Worte mit Bedeutung und Handlung verbinden, indem man sich merkt, was man gerade gelesen hat.
- Man muss lernen, den Körper still zu halten.
- Und die Seiten im Buch im Auge behalten können.
Jede dieser sehr unterschiedlichen Fähigkeiten muss kombiniert werden können, bevor Lesen ein Erfolg sein kann. Es ist nicht verwunderlich, dass es in der Regel einige Jahre dauert, bis dein Kind wirklich lesen kann und Freude am Lesen eines Buches verspürt.
Lest Schilder, Spielregeln, Anweisungen und mehr ...
In der Schule lesen sie ja höchstwahrscheinlich in Büchern. Vielleicht auch auf Tablets. Doch sie lesen auf jeden Fall Texte mit Geschichten. Vielleicht solltest du also auch anderes miteinbeziehen. Ihr könnt Preisschilder, Verkehrsschilder oder Namensschilder lesen. Ihr könnt die Untertitel zum Lieblingsfilm lesen. Ihr könnt auch Kinderzeitungen, Anleitungen für Computerspiele oder für einen Roboter lesen - lest einfach alles, wo dein Kind früher nicht dabei sein konnte. Denn es sind alles Buchstaben.
Seien wir ehrlich: Einsteigerbücher mit sehr einfachen Worten über die Biene Bibi oder die Kuh im Stall sind nicht immer die spannendste Lektüre. Es ist einfach eine Frage des Trainings. Denn nur während des Lesens selbst lernt dein Kind die Laute der Buchstaben, die Leserichtung und die Fähigkeit zum Konzentrieren. Die kindliche Euphorie und Lesebegeisterung bleibt aus, wenn das einzige, das man liest, ist, dass die kleine Susi am Bach steht.
Lesen lernen durch Vorlesen
Es gilt jedoch immer, dass Lesen Übung erfordert. Aber es muss kein „Lerne Bücher zu lesen“-Projekt sein. Falls du kein passendes Buch zum Lesen für dein Kind in der Vorschulstufe oder 1. Klasse in der ToyAcademy findest, dann lest einfach etwas anderes. Oder lies deinem Kind ein etwas anspruchsvolleres Buch vor. Durch das Vorlesen kann dein Kind viele der oben aufgeführten Fähigkeiten gut trainieren. Ihr könnt euch dabei über die Leserichtung, den Klang der Buchstaben und das Stillhalten unterhalten.
Ihr könnt auch über die Handlung sprechen. Du hilfst deinem Kind beim Lesen lernen, wenn ihr euch über die Handlung unterhaltet, über die ihr gerade lest.
Finde Bücher zum Selberlesen.
Wenn dein Kind gerne selbst Bücher lesen möchte, dann finde Bücher mit dem geeigneten Schwierigkeitsgrad. Zum Beispiel gibt es eine Menge Erstlesebücher, in denen die Wortwahl dem Leseniveau angepasst sind.
Das Leseniveau ist bei Erstlesebüchern außen gut erkennbar aufgedruckt.
Bei Bedarf kannst du dir Unterstützung der Lehrer deines Kindes oder in der Bibliothek holen, um geeignete Bücher zu finden. Bibliothekare sind in diesem Bereich ausgebildet und wissen, was geeignet ist, um lesen zu lernen.
Spielend Buchstaben schreiben lernen
Es ist schwer, sich vorzustellen, dass dieses Kind, das da gerade noch in der Sandkiste gesessen ist und Matsch gegessen hat, eines Tages in der Schule sitzen und über Wale oder Höhlenmenschen lesen wird. Der Weg dorthin kann sowohl für dich als auch für dein Kind lang sein. Aber so unglaublich es auch klingen mag, es ist ein Weg, den die überwiegende Mehrheit an Kindern auf unserer Welt beschreitet.
Heutzutage ist „Buchstaben schreiben lernen“ ein Weg, der mehr Kurven und Abzweigungen besitzt als damals, als wir selbst kleine Erstklässler waren. Heute weiß man, dass Kinder am besten Buchstaben (und generell alles andere) lernen, wenn sie selbst motiviert sind und der Unterricht abwechslungsreich ist.
Wenn Lehrer viele verschiedene Möglichkeiten finden, Buchstaben ins Spiel zu bringen oder das Buchstabieren zu trainieren - und dies gerne durch Spiel, Gesang oder Bewegung - dann bleiben die Buchstaben, das Alphabet und die Wörter einfach besser hängen.
Deshalb ist es eine gute Idee, wenn du zu Hause versuchst, diese Sache mit dem Lesen, Schreiben und Buchstabieren lernen etwas weniger ernst zu nehmen
Vergiss nicht, dass Motivation der wesentliche Faktor ist. Der Wunsch zu lernen ist eines der wertvollsten Dinge, die dein Kind besitzt. Es ist eine angeborene Fähigkeit. Wir werden alle neugierig geboren. Aber die Neugier kann durch Zwang und Niederlagen erstickt werden. Pass also gut darauf auf. Ein spielerischer Zugang und deine Nähe sind wichtig, wenn ihr mit Buchstaben und Wörtern spielt.