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"Bewertet mit 4.5/5 basierend auf 624 Bewertungen"Was bedeutet der Tastsinn bei einem Neugeborenen?
In den ersten Lebenswochen und -monaten lernt dein kleines neugeborenes Kind unglaublich viel. Die Sinne des kleinen Körpers registrieren alle Eindrücke. Dank ihnen registriert dein Baby Geräusche, Temperatur, Luft, Berührung, Geschmack, Bewegung und vieles mehr. Die Eindrücke, die dem sehr jungen Gehirn zugeführt werden, müssen sortiert und koordiniert werden, damit dein Baby langsam lernt, auf angemessene Weise zu reagieren, den Körper zu kontrollieren, sich zu beruhigen und sich selbst herauszufordern.
Der Tastsinn ist einer der primären Sinne. Darunter fallen drei Unterkategorien.
Dazu gehört die taktile Wahrnehmung - die auch Oberflächensensibilität genannt wird. Dann gibt es noch den Gleichgewichtssinn, der auch Orientierungssinn genannt wird. Und zu guter Letzt gehört auch die Tiefensensibilität dazu, die auch als propriozeptive Wahrnehmung oder Propriozeption bekannt ist.
Am geläufigsten ist wohl die taktile Wahrnehmung. Der Tastsinn sendet Botschaften ans Gehirn über die Eindrücke, welche die Hautrezeptoren empfangen. Heiß, kalt, weich, hart, rau, glatt, nass, trocken, schleimig – die Welt ist voller Eindrücke, die sich ganz unterschiedlich anfühlen können.
Wie wird der Tastsinn bei meinem Baby im Spiel angeregt?
Schon als Neugeborenes hat dein Baby wahrscheinlich schon ein paar Spielsachen, die sensorisch anregend sind. Unter 3 Monaten geht es meist nur um den Sehsinn. Die kleinen Augen können anfangs vor allem Kontraste wahrnehmen. Vielleicht hast du daher Spielzeug in Schwarz-Weiß zuhause. Auch Geräusche machen den Kleinen Freude, vielleicht klingelt ein kleines Glöckchen in der Rassel oder im Stofftier. Berührung ist jedoch die wichtigste Möglichkeit, den Tastsinn deines Babys anzuregen. Streiche beispielsweise über Rücken, Bauch und Beine mit deinen warmen Handflächen.
Sei dir bewusst, dass dein Baby auch die Unterlage mit dem Bauch oder Rücken wahrnimmt. Oder dass es deine Haare spürt, etwa, wenn du dein Baby trägst. Oder wenn plötzlich eine Brise im Schlafzimmer oder im Kinderwagen spürbar ist.
Auch Temperaturunterschiede registriert der Tastsinn deines Babys. Ein mit warmes Bad oder mit warmem Wasser getränktes Tuch ist eine tolle Möglichkeit, den Tastsinn deines Kindes anzuregen.
Unterschiedliche Materialien und Oberflächen tragen auf ihre Weise dazu bei, den Tastsinn deines Kindes zu stimulieren.
Verwende Tücher, die du sanft über den Körper deines Babys streichen lässt. Oder puste sanft auf das Bäuchlein deines Babys.
Es ist wichtig, dass du lernst, zu registrieren, wann dein Baby genug vom Spielen hat. Dann packst du einfach alles weg und gibst deinem Baby eine wohlverdiente Pause.
Welche Aktivitäten eignen sich bei Neugeborenen, um den Tastsinn anzuregen?
Wenn dein Baby unter einen Monat alt ist, braucht es noch sehr viel Ruhe. Das Wichtigste bist du samt Geborgenheit, Sattwerden und ein sauberer Popo.
Spielzeug kann zum Geborgenheitsgefühl beitragen, wenn es vertraut riecht. Insofern es eine gute Idee, wenn du Babys Schmusetuch und Kuscheltier auch mit ins Bett nimmst, damit sie deinen Geruch annehmen können.
Der Tastsinn deines Kindes ist von Natur aus darauf eingestellt, alle Material- und Temperaturveränderungen zu registrieren, denen es ausgesetzt sind. Bei der Geburt werden die Sinne regelrecht mit Eindrücken bombardiert. Dein Baby muss daher erst lernen, das zu verdauen und sich in der neuen Welt zurechtzufinden.
Positive Aktivitäten für den Tastsinn beinhalten oft weiche Materialien, warme Hände und viel Körperkontakt. Hautkontakt ist etwas vom Besten, das du für dein neugeborenes Baby tun kannst. Versuche, möglichst viel Nähe und Haut-an-Haut-Kontakt mit deinem Neugeborenen zu haben.
Auch Federn, Schmusetücher und andere weiche Materialien kannst du verwenden, um über die Haut deines kleinen Babys zu streicheln. Dabei ist es wichtig, eine warme Umgebung zu haben. Beispielsweise kannst du die Gelegenheit nutzen, wenn du deinem Baby ohnehin ein Bad im warmen Badezimmer gibst, wo das Baby nackt und und geborgen ist.
Manche Babys bevorzugen es in den ersten Wochen ihres Lebens, wenn sie eingewickelt sind. Wenn dein Baby sich schwer tut, nackt ganz entspannt zu liegen, dann kann es sein, dass der Tastsinn noch nicht ganz im Gleichgewicht ist. Gib deinem Baby Zeit, sei geduldig und aufmerksam und vertraue deiner Intuition. Geh entspannt voran und achte auf die nonverbalen Zeichen deines Babys.
Dein Baby hat sein ganzes Leben noch vor sich. In dem kleinen Wesen steckt bereits alles, das es braucht, um die Welt erleben zu können.