Was genau ist das Arbeitsgedächtnis?
Vielleicht hast du schon erlebt, dass Lehrer oder Erzieher mit der Beobachtung an dich herangetreten sind, dass dein Kind Schwierigkeiten damit hat, sich an Lerninhalte oder Gesagtes zu erinnern.
Wenn das Gedächtnis nicht optimal funktioniert, ist es generell schwieriger, Neues zu lernen. Das ist keine neue Erkenntnis. Allerdings wird in Fachkreisen seit ein paar Jahren der Begriff „Arbeitsgedächtnis“ verwendet, wenn ein Kind einen überdurchschnittlich langen Zeitraum benötigt, um Neues zu lernen.
Immer wieder wenden sich besorgte Eltern an uns: “In der Schule sagen sie, dass mein Kind ein schlechtes Arbeitsgedächtnis hat. Was sollen wir machen? Gibt es Möglichkeiten, das Arbeitsgedächtnis zu trainieren?”
Wir möchten gerne unterstützen und hier ein wenig über das Arbeitsgedächtnis erzählen:
- Was für eine Art Gedächtnis ist das Arbeitsgedächtnis?
- Wie fühlt es sich für mein Kind an, wenn es ein schlechtes Arbeitsgedächtnis hat?
- Wie kann ich meinem Kind helfen, wenn es einen Verdacht auf ein schlechtes Arbeitsgedächtnis oder eine verminderte Merkfähigkeit gibt?
- Gibt es eine Möglichkeit, das Arbeitsgedächtnis meines Kindes auf eine Weise zu stärken, die gleichzeitig Spaß macht?
Wir hoffen, dass du brauchbares Wissen und Anregungen in unserem Beitrag findest und du dich nach dem Lesen motiviert fühlst, die Merkfähigkeit deines Kindes spielerisch zu stärken.
Viel Spaß beim Lesen.


Was ist das Arbeitsgedächtnis?
Der Begriff des Arbeitsgedächtnisses kommt aus den Bereichen der Ergotherapie und Neurologie und beschreibt einen bestimmten Teil unseres Gedächtnisses.
Eigentlich ist Arbeitsgedächtnis einfach ein neueres Wort für Kurzzeitgedächtnis. Davor hat man das Gedächtnis in die beiden Kategorien Langzeit- und Kurzzeitgedächtnis aufgeteilt. Doch davon hat man inzwischen ein wenig Abstand genommen, da diese Aufteilung gewisse Schwächen aufweisen kann, wenn es darum geht, wann und wie Informationen in unserem Gehirn gespeichert werden. Bei den verschiedenen Arten von Gedächtnis geht es nicht unbedingt darum, in welchem Umfang Informationen lange oder kurz gespeichert werden.
In Schulen und pädagogischen Einrichtungen verwendet man heute den Begriff des Arbeitsgedächtnisses anstatt des Kurzzeitgedächtnisses. Hier liegt der erzieherische und psychologische Fokus darauf, dem Kind in einer sicheren und positiven Lernumgebung bestimmte Kompetenzen zu vermitteln.
Die verschiedenen Arten des Gedächtnisses sind ein wenig komplexer zu erklären. Doch ist man sich heutzutage sicher, dass unsere Sinne eine erhebliche Rolle bei Gedächtnisvorgängen spielen - Inwieweit neues Wissen und Erlebnisse im Gehirn gespeichert werden und wie wir auf dieses Wissen und diese Erfahrungen zurückgreifen können, wenn es relevant wird. Ohne dass wir es bewusst merken, werden Erfahrungen und neues Wissen von unserem Gehirn sortiert, dabei als relevant oder irrelevant beurteilt und je nachdem, aussortiert oder gespeichert.
Ohne Gedächtnis ist Lernen unmöglich
Unsere Entwicklung und unsere Lernfähigkeit sind stark von unserem Gedächtnis abhängig. Wenn dieses schwächelt, kann das zu Problemen führen - in jeglichen Situationen und Lebensabschnitten.
Doch auch andere Faktoren spielen bei der Lernfähigkeit eine Rolle. Daher ist das Gedächtnis nicht das einzige Kriterium, das es bei Lernschwierigkeiten zu bewerten gilt - auch die Umgebung und Voraussetzungen des Kindes müssen dabei berücksichtigt werden.
Optimales Lernen passiert dann, wenn man sich sicher und geborgen fühlt. Auch Konzentration, Neugier und Motivation spielen eine große Rolle bei Lernprozessen. Hier werden wir uns jedoch hauptsächlich auf die Rolle des Arbeitsgedächtnisses konzentrieren.
Wenn du gehst oder deine Zahnbürste verwendest, musst du über diese Handlungen nicht nachdenken. Dein Kind denkt auch nicht lange darüber nach, wenn es klatscht oder seinen Namen sagt. Jede einzelne Handlung und jede einzelne Fähigkeit ist etwas, das wir bereits durch Erfahrung gelernt haben und daher instinktiv wissen, wie wir vorgehen müssen. Manchmal braucht es ein paar Wiederholungen, um etwas zu lernen, und manchmal wird etwas bereits nach dem ersten Mal in unserem Gedächtnis gespeichert.
Jede noch so kleine Alltagsbewegung ist etwas, das wir bereits gelernt haben. Egal, ob wir ein Glas Wasser trinken oder uns eine Haarsträhne aus dem Gesicht streichen - all diese Bewegungen hat unser Gedächtnis als relevant gespeichert und automatisiert. Reflexe, wie beispielsweise Husten, sind automatisierte Reaktionen unseres Körpers. Doch die meisten Fähigkeiten und Handlungen sind erlernt.
Wenn sich dein Kind in der Schule schwer tut, sich neue Informationen und Wissensinhalte zu merken, kann es sein, dass die “Festplatte” - also das Arbeitsgedächtnis - neue Inputs nicht so gut behalten kann.
Vielleicht hast du gemeinsam mit der Erziehungs- oder Lehrperson deines Kindes festgestellt, dass es in diesem Bereich Herausforderungen gibt. Vielleicht möchtet ihr gerne untersuchen, ob es Möglichkeiten gibt, die Merkfähigkeit deines Kindes zu stärken.


Wie fühlt sich ein schlechtes Arbeitsgedächtnis an?
Das Arbeitsgedächtnis sorgt dafür, dass wir uns Zahlenkombinationen, Wissensinhalte, Begriffe und Fakten merken können.
Wenn die Merkprozesse im Arbeitsgedächtnis nicht optimal funktionieren, sausen neue Wissensinhalte in der Schule und anderen pädagogischen Einrichtungen bei dem einen Ohr rein und beim anderen wieder raus. Das Gehirn fühlt sich bildlich gesprochen wie ein Sieb an, dessen Löcher zu groß sind. Wichtige Informationen können durchfallen und verloren gehen.
Lerninhalte für das Arbeitsgedächtnis sind oft wenig gefühlsbetont. Wenn wir vergleichsweise an Omas Butterspätzle denken, werden dabei sowohl Erinnerungen an Geruch als auch Geschmack aktiviert. Wenn wir an den Strand denken, assoziieren wir damit das Gefühl erfrischend kühlen Wassers an unserer Haut. Unser sensorisches Gedächtnis wird aktiviert. Im Gegenzug dazu verbindet das Arbeitsgedächtnis deines Kindes Gedächtnisinhalte selten mit besonderen Situationen oder sensorisch geprägten Erinnerungen.
Das Arbeitsgedächtnis geht darauf hinaus, dass es weiß, wann etwas funktioniert, auf welche Weise eine Aufgabe gelöst oder eine Handlung ausgeführt werden muss.
Etwas vereinfacht gesagt ist das Arbeitsgedächtnis unsere innere Bibliothek mit “Schritt-für-Schritt-Anleitungen” für alles denkbar mögliche - vom korrekten Buchstabieren bis hin zum Berechnen einer Dreiecksfläche. Je öfter man von der richtigen Anleitung Gebrauch macht, desto weniger muss man nächstes Mal nachdenken, da die Gedächtnisinhalte langsam automatisiert werden. Dadurch wird im Gedächtnisspeicher Platz gemacht für Neues.
Das Arbeitsgedächtnis hat nichts mit dem Erinnern an bestimmte erlebte Situationen zu tun, wie beispielsweise an einen Fahrradausflug auf Sylt. Solche Erinnerungen müssen wir nicht wiederholt erleben, um sie zu speichern. Ein einziges Mal reicht. Doch die Fähigkeit zum Fahrradfahren ist im Gegenzug so eine Sache, um die sich das Arbeitsgedächtnis kümmert. Welche Muskeln brauchen wir dafür und in welcher Reihenfolge bewegen wir diese? Und wie war das mit den Verkehrsregeln? Beim Erlernen von Fähigkeiten wie dem Fahrradfahren ist die Wiederholung unser bester Freund. Der Fahrradurlaub auf Sylt und die Fähigkeit zum Radfahren werden beide im Gedächtnis gespeichert, aber auf eine ganz unterschiedliche Weise.
Wenn wir etwas zum ersten Mal versuchen oder erklärt bekommen, dann sollte dieser neue Wissensinhalt im Idealfall in unserem Gehirn als Anleitung gespeichert werden - gerne an der richtigen Stelle unseres Gedächtnisses. So können wir diese Informationen wieder abrufen, wenn wir in einer Situation sind, in der wir genau diese Anleitung wieder benötigen - ob es nun darum geht, wie man den Buchstaben “F” schreibt, wie man sich die Schuhbänder bindet oder auf französisch Eis bestellt.
Das Arbeitsgedächtnis wird genau wie andere Formen der Erinnerung (und generell von Prozessen unseres Gehirns) von vielen verschiedenen Elementen definiert. Doch jetzt möchten wir uns auf dein Kind und seine Merkfähigkeit konzentrieren.
Das schwache Arbeitsgedächtnis - kurz erklärt
Ein Kind, dessen Arbeitsgedächtnis beinträchtigt ist:
- Erinnert sich oft nicht an Anweisungen und Instruktionen
- Findet es manchmal schwer, etwas zu wiederholen, das du gerade gesagt oder vorgezeigt hast
- Hat möglicherweise einen etwas geringeren Wortschatz als gleichaltrige Kinder
- Wird leicht überfordert oder verwirrt
- Hat vielleicht weniger Lust, in die Schule zu gehen, da es damit negative Erlebnisse verbindet
- Wird oft der schlechten Konzentration oder der Unruhe beschuldigt
- Muss geistig übermäßig hart arbeiten, um in der Schule mitzuhalten
Dein Kind tut sein Bestes, wenn es versucht, zu lernen. Doch kann man das Arbeitsgedächtnis als belastet bezeichnen, wenn es nicht optimal funktioniert. Und wenn das Arbeitsgedächtnis erst einmal überlastet ist, hört es auf zu funktionieren. Schluss aus, ich mag nicht mehr, ich bin hier raus… Das tut es, damit das Gehirn nicht noch mehr überlastet wird und Ruhe finden kann. Weitere Lernversuche scheitern hier oft und die Lernmotivation leidet erheblich unter den wiederholten „Misserfolgen“.
Es ist hart für dein Kind, wenn es verzweifelt am Schreibtisch sitzt und erfolglos versucht, sich an das große oder kleine Einmaleins zu erinnern. Als wäre jegliche Erinnerung daran ausgelöscht. Immer und immer wieder zu erleben, dass man sich nicht an Gelerntes erinnern kann, zehrt am Selbstwertgefühl eines Kindes - gefühlt oft der Einzige zu sein, der den Inhalt der Lehrbücher nicht versteht oder sich nicht erinnern kann. Stell dir mal vor, wie sich das anfühlen muss - da vergeht einem doch die Lust auf Schule, oder?


Was kann ich als Elternteil tun, wenn mein Kind ein schlechtes Arbeitsgedächtnis hat?
Falls die Lehrer oder Pädagogen deines Kindes beobachten, dass die Merkfähigkeit deines Kindes limitiert oder gar schlecht ist, dann lass dich davon nicht stressen. Dies ist weder eine Diagnose noch ein medizinisches Problem, das lebenslang besteht. Mach dir die Stärken deines Kindes bewusst - dein Kind ist so viel mehr als seine Merkfähigkeit.
Oft ist eine schlechte Merkfähigkeit einfach ein Charakterzug von vielen und das Schöne ist, dass du heutzutage die Möglichkeit hast, dein Kind darin zu unterstützen, sein Arbeitsgedächtnis zu verbessern. In anderen Gesellschaften oder Milieus wird diese Art Gedächtnis nicht so exzessiv genutzt wie in unseren westlichen Schulformen und dort würde dein Kind womöglich nicht einmal auffallen. Doch hat sich zweifellos in unseren Schulen ein Lernstil etabliert, der ein gut funktionierendes Arbeitsgedächtnis voraussetzt.
Es führt automatisch immer wieder zu Niederlagen, wenn dein Kind Schwierigkeiten damit hat, sich an Rechentabellen, mathematische Formeln oder die Regenjacke für den nächsten Tag zu erinnern. Zum Glück wachsen viele Kinder aus diesen Herausforderungen heraus. Aber in den Jahren, wo sie von einem schlechten Arbeitsgedächtnis betroffen sind, leidet ihre Motivation für die Schule verständlicherweise massiv darunter.
Obwohl du dich von diesen Herausforderungen nicht entmutigen lassen oder gleich an Diagnosestellung denken solltest, ist es sinnvoll, die Sache ernst zu nehmen und untersuchen, inwieweit du dein Kind unterstützen kannst, damit es wieder Zuversicht und Motivation finden und die Schule wieder ein positiver Ort werden kann.
Das kannst du nämlich.
Denn das Arbeitsgedächtnis ist trainierbar und mit den richtigen Schritten kann sich dein Kind mit der Zeit immer besser an all die kleinen Fakten erinnern.
Wenn du bereit bist zu helfen, gibt es einige Dinge, die du tun kannst.
So kannst du dem Arbeitsgedächtnis deines Kindes auf die Sprünge helfen
Wir möchten dir hier ein paar Möglichkeiten vorstellen, wie ihr gemeinsam die Merkfähigkeit deines Kindes trainieren könnt.
Übt euch darin, euch kleine Dinge zu merken. Findet kleine “Schritt-für-Schritt-Anleitungen” (wie weiter oben beschrieben), die ihr unabhängig von Schule oder anderen pädagogischen Einrichtungen üben könnt. Dadurch kann man Leistungsdruck oder Ängste umgehen, da weder andere Erwachsene noch Kinder daran beteiligt sind. Sicherheit und Geborgenheit samt Motivation sind essentiell für eine Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses.
- Dein Kind soll sich 3 Dinge merken, wenn ihr einkaufen geht. Nur 3 - der Rest kommt auf den Einkaufszettel. Vielleicht kann es sich auch 2 Dinge merken, die es nach der Schule machen soll - oder die Geburtstage zweier Familienmitglieder. Bau immer wieder kleine Merkaufgaben in euren Alltag ein.
- Ihr könnt ein Spiel spielen, bei dem es darum geht, sich zu merken, wo Gegenstände sind. Das wird oft zu einem richtigen Lieblingsspiel für Kinder zwischen 3 und 7 Jahren. Wählt gemeinsam diese 3 Gegenstände aus. Alles mögliche kann verwendet werden - toll eignen sich handliche Kindergegenstände, etwa ein Flummi, eine Tasse mit der Lieblingsfigur oder ein Teddybär. Jetzt platzierst du diese 3 Dinge im Wohnzimmer, während dein Kind dir zusieht. Anschließend drehst du dein Kind 3 x um die eigene Achse. Nun darf es versuchen, diese 3 Gegenstände wiederzufinden. Das Spiel klingt einfach, doch ist es eine unterhaltsame Möglichkeit, das Erinnerungsvermögen zu trainieren.
- Lerne deinem Kind Strategien, um zu lernen, Aufgaben in kleinere, überschaubare Teilaufgaben zu sortieren. Die Teilaufgaben, die am Schluss gemacht werden sollen, sollten aus der Sichtweite geräumt werden, bis die ersten Teilaufgaben erledigt sind. Das können zum Beispiel Rechenaufgaben sein, die dein Kind so zum Augenrollen bringen, dass es auf dem Stuhl schmilzt, auf den Boden gleitet und schwupps, vor dem Fernseher landet… So viele Rechnungen auf einmal können ganz schön unübersichtlich wirken! Teilt also die Hausübung in kleinere Aufgaben auf, damit die ganze Sache überschaubarer wird. Wenn du zum Beispiel eine Seite mit 9 Rechenaufgaben durch 3 teilst, gibt es je 3 Aufgaben zu lösen. Achte darauf, dass immer nur die Teilaufgabe, an der ihr gerade arbeitet, am Tisch liegt. Auch in anderen Bereichen hilft es deinem Kind, größere Aufgaben eigenständig in kleinere Portionen aufteilen zu können - egal, ob es nun ums Packen der Schultasche geht oder um Deutschaufgaben.
- Verwendet Reime und Lieder: Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid oder den Abwasch macht, könnt ihr Lieder singen und so ganz nebenbei immer mehr Liedtexte lernen. Ihr könnt euch auch darin üben, in anderen Sprachen bis 10 zu zählen oder “Guten Tag” zu sagen. Macht kleine Schritte, nie große. Sprache ist generell eine tolle Möglichkeit, um das Arbeitsgedächtnis zu trainieren. Es gibt sogar Forschungsergebnisse, die besagen, dass mehrsprachig aufwachsende Kinder ein besseres Arbeitsgedächtnis haben als Kinder, die mit einer einzigen Muttersprache aufwachsen.
- Sei geduldig. Sei sehr geduldig. Dein Kind darf gerne erfahren, dass es okay ist, dass man manche Dinge öfter machen muss, bis sie funktionieren oder dass man manchmal etwas vergisst. Sprich gerne offen über deine eigenen Fehlschläge. Etwa, wenn du selbst einmal etwas vergessen hast oder etwas besser machen könntest - sei einfach menschlich. Dadurch vermittelst du deinem Kind, dass es nicht gefährlich ist, wenn man nicht alles sofort kann oder vergesslich ist. Dein eigenes Arbeitsgedächtnis lässt dich sicher auch manchmal im Stich - egal, ob es sich dabei um Schlüssel, Geburtstage oder einen liegengebliebenen Müllbeutel handelt. Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert, dass du in deinen Hausschlappen in die Arbeit gefahren bist, weil es am Morgen ein bisschen hektisch zuging?
- Wiederholt dieselben Tätigkeiten immer und immer wieder, schafft Routinen im Laufe eures Tages. Diese sorgen für Berechenbarkeit. So muss sich dein Kind nicht ständig auf Neues einstellen und kann Platz in seinem Arbeitsgedächtnis für neue Informationen schaffen. Denn die mentale Ruhe, die durch die Wiederholung und Berechenbarkeit der Routinen entsteht, tut deinem Kind gut.


Welche Spielgeräte oder Spielsachen kann ich verwenden, um das Arbeitsgedächtnis meines Kindes zu stärken?
Bei der ToyAcademy findest du verschiedene Typen von Spielgeräten und Spielsachen im Sortiment, die deinem Kind helfen können, seine Merkfähigkeit zu verbessern.
- Gib deinem Kind ein Wort und bitte es dann, aus den Buchstaben des Wortes neue Wörter zu bilden. Dieses Spiel kann man gut gemeinsam spielen. Alternativ könnt ihr andere Wortspiele in den Alltag einbauen: ‘Finde das Gegenteil’, ‘Finde die fehlende Karte’ oder andere Spiele, die für die Stärkung der Sprache verwendet werden können.
- Eine automatisierte Zahlenkenntnis ist ein großer Vorteil, denn so muss nicht jedesmal die ellenlange mentale Schritt-für-Schritt-Anleitung für Zahlen aufgerufen werden. Übt gerne das kleine Einmaleins. Das könnt ihr beispielsweise mithilfe von Schnurtabellen, Domino oder Abakus machen. Wir haben eine Reihe an Spielen im Webshop, darunter auch Lernspiele oder Puzzles, mit denen man das kleine oder große Einmaleins toll üben kann. Finde einen Teil der Auswahl hier.
- Spielt Kimspiele mit Gegenständen, die für dein Kind spannend sind. Lege 10 Dinge unter ein Tuch. Dein Kind darf sich die Gegenstände eingehend ansehen, bevor du es bittest, wegzugucken. Jetzt entfernst du ein Ding und dein Kind soll erraten, welcher Gegenstand nun fehlt. Verwendet Gegenstände aus eurem Alltag oder Spielfiguren wie diese Tiere.
- Auch der Körper darf gerne einbezogen werden. Getanzte Choreographien zu lernen ist hierfür toll, Ideen dafür findet ihr zuhauf im Internet. Ein effektiver Klassiker ist auch das Spiel “Ich packe meinen Koffer”, in dem ihr abwechselnd mehr und mehr Gegenstände für die Reise nennt und die Packliste immer länger wird. Dasselbe Konzept könnt ihr mit einem Bewegungsspiel umsetzen - startet mit einer Bewegung und fügt abwechselnd immer mehr dazu. Versucht, euch die Reihenfolge und die jeweiligen Bewegungen zu merken und nachzumachen.
Mit multifunktionalen Spielgeräten wie dem genialen Floorsurfer von Gonge könnt ihr Gedächtnistraining und Bewegung spielerisch verbinden. Denn die Merkfähigkeit kann durch Bewegung deutlich verbessert werden. Vielleicht haben auch die Pädagogen, Lehrer oder andere Professionelle mit psychomotorischer Erfahrung in der Umgebung deines Kindes gute Ideen für weitere Übungen für das Training des Arbeitsgedächtnisses?
Danke fürs Mitlesen.
Quellen: Børn, læring og arbejdshukommelse af Susan E. Gathercole og Tracy Packiam Alloway, Dansk Psykologisk Forlag 2009, Wikipedia, Folkeskolen.dk, Videnskab.dk






