Trainiere Kooperation mit GONGE Balanciersystemen und Hula Hoops

Spielende Kinder
24. Mai 2024

Die Fähigkeit zur Kooperation gehört zum Wichtigsten, das wir unseren Kindern lernen können. Doch was verstehen wir unter Zusammenarbeit und wie können wir Balancierpfade und Hula Hoop Ringe verwenden, um unsere Kinder in der Entwicklung ihrer Kooperationsfähigkeit zu unterstützen? Hier kannst du mehr darüber lesen.

Was verstehen wir unter Kooperation?

Kooperation ist eine soziale Fähigkeit, bei der Menschen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden, die das Erreichen eines gemeinsamen Ziels erleichtern sollen. Für dein Kind bedeutet das, dass es in der Lage ist, eigene Bedürfnisse und Interessen mit den Bedürfnissen und Interessen anderer Menschen in Einklang zu bringen..

Warum ist es für Kinder wichtig, zusammenarbeiten zu können?

Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage generell sehr viel Zeit vor Bildschirmen und sind deutlich weniger aktiv. Daraus können negative Konsequenzen für die Entwicklung sozialer Kompetenzen entstehen, darunter die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. 

In sozialen Zusammenhängen interagieren und funktionieren zu können, ist eine wichtige Kompetenz. Bereits in einem jungen Alter ist es ein Vorteil für Kinder, wenn sie sich in pädagogischen Einrichtungen und später in der Schule, in der Ausbildung, am Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit kooperativ verhalten können.

Eine gute Zusammenarbeit:

  • schafft Energie für den Zusammenhalt und die gemeinsame Lösung von Aufgaben
  • stärkt Zugehörigkeitsgefühl, Beziehungen und Empathie zwischen Kindern
  • fördert die Entwicklung von Selbstwert samt soziale und kognitive Fähigkeiten

Zusammenarbeit durch Spiel und Bewegung lernen

Die Fähigkeit zur Kooperation muss erlernt, trainiert und entwickelt werden.  Dies kann effektiv durch Spiele und motorische Aktivitäten gefördert werden.

Bewegungsaktivitäten sind ein Bereich, in dem die Beziehungen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit den Rahmen des Spiels mitgestalten. Damit eine Aktivität beginnen oder sich weiterentwickeln kann, müssen Kinder nämlich in irgendeiner Form miteinander verhandeln können.

Eine Verhandlung findet statt, wenn ein Kind eine Idee vorschlägt und die anderen darauf reagieren, indem sie diese akzeptieren, ablehnen oder eine Alternative vorschlagen. Du kannst die Spielmöglichkeiten der Kinder fördern, indem du:

  • Kindern damit hilfst, was sie spielen können und die erforderlichen Rahmenbedingungen bereitstellst
  • Kinder dazu ermutigst, einen Einstieg in ein Spiel zu finden, miteinander zu verhandeln und mit Ideen und Vorschlägen für die Weiterentwicklung des Spieles zu kommen

Indem wir Kindern Bewegungsspielzeug bereitstellen, können wir die Fähigkeit zur Zusammenarbeit fördern. Motorische Spielgeräte sind perfekt geeignet, um Kinder zu einem Dialog einzuladen, was sie damit machen wollen. Und das geschieht ganz natürlich, ohne dass wir eingreifen.

Hier ein Beispiel dafür, wie Übungen mit den Balancierbahnen und mit den Hula Hoop Reifen von Gonge dein Kind dazu inspirieren können, zu kooperieren.

Fallbeispiel:

Eine Kindergartenleiterin wandte sich vor einiger Zeit an GONGE und erklärte, dass die Kinder in der großen Gruppe dazu neigten, nur miteinander zu spielen, und dass es in der Garderobe oft zu Konflikten kam. Sie wollte wissen, ob Motorik und Bewegung genutzt werden könnten, um die Kinder dazu zu inspirieren, mehr zusammenzuarbeiten und einander zu helfen.

Wir dachten sofort an das Inselspiel, das man mithilfe von GONGE Hula Hoop Reifen oder Balancierpfaden spielen kann. Das Spiel ist eine naheliegende Wahl, da es das Ziel des Spiels ist, dass die Kinder aktiv zusammenarbeiten, denn es gilt, so lange wie möglich auf der Bahn zu bleiben, ohne dass jemand herunter- oder herausfällt..

Die Spielregeln (Basisniveau)

Verteilt die Hula Hoops auf dem Boden, sodass sie als Inseln funktionieren können. Für das Spiel benötigst du einen Hula Hoop weniger, als Kinder mitspielen. Die Kinder hüpfen dann von Insel zu Insel und müssen zusammenarbeiten, damit die meisten „überleben“ können - sprich, den Boden außerhalb der Ringe nicht berühren. Wenn du „Wechsel“ rufst, hüpfen die Kinder in eine neue Insel.

Nach einiger Zeit entfernst du einen Hula Hoop Ring. Im Laufe des Spiels gibt es weniger und weniger Inseln und die Herausforderung wird dadurch gesteigert, weil die Kinder die begrenzten Möglichkeiten miteinander teilen sollen.

Erweiterte Spielmöglichkeiten (Fortgeschrittenenniveau)

Stellt Build N’ Balance® Balancier-Elemente in einem Kreis auf. Die Kinder können nun beginnen, darauf zu balancieren. Nach und nach beginnst du, einzelne Elemente zu entfernen. Es gilt, den stetig kleiner werdenden Platz zu teilen, obwohl es schwieriger und schwieriger wird. 

Balancier-Aktivitäten sind geniales Training für den Gleichgewichtssinn

Balancierbahnen fördern spielerisch die Balance von Kindern. Für einige ist es eine Herausforderung für sich selbst, die eigene Balance zu halten und das kann den Fokus auf das Zusammenarbeiten mit den anderen Kindern beeinträchtigen.

In diesem Falle kann man sich damit begnügen, die Planken einfach auf den Boden zu legen und das Spiel ohne die extra Höhe der stützenden roten oder gelben Tops auszuprobieren. Nach und nach kannst du dann die Herausforderung steigern und dem Funktionsniveau der Kinder anpassen, indem du den Elementen mehr Höhe verleihst.

Wie ging es weiter im Kindergarten?

Die ersten Male, als die Erzieher die Balancespiele mit den Kindern spielten, machten es deutlich, dass die Kinder vor allem auf sich selbst konzentriert waren. Sie sprangen von Ring zu Ring, ohne auf die anderen zu achten. Beim Hüpfen schubsten sich gegenseitig oder landeten gleichzeitig in einem Hula Hoop Reifen, sodass beide Kinder herausfielen. Oft standen sie standen mit dem Rücken zueinander und hatten Angst, herauszufallen und schubsten einander.

Im Laufe der Zeit stellten die Erzieher jedoch eine deutliche Verbesserung fest. Die Kinder kommunizierten nun viel mehr miteinander darüber, wann sie springen sollten, und wenn ein Kind falsch landete, griffen die anderen Kinder nach ihren Spielkameraden, damit sie nicht fielen. Sie standen sich in den Ringen nun nicht mehr mit dem Rücken zueinander, sondern gegenüber. Denn die Kinder hatten festgestellt, dass sie so viel besser die Signale des anderen lesen, miteinander reden und sich aneinander festhalten konnten. Sie lernten, erfolgreich zusammenzuarbeiten und verstanden, dass es Platz für alle gab, wenn sie miteinander anstatt gegeneinander handelten

 

Ein Beitrag von den Motorikberatern Tonni Engelbreth Jensen und Søren Refsgaard, GONGE