Ist dein Baby motorisch unruhig?
7. Mai 2024

Ist dein Baby motorisch unruhig?

Kleine Beinchen, die ohne Pause in der Luft herum strampeln.

Ein quengelndes kleines Wesen, das nicht auf dem Rücken liegen will, nicht auf dem Bauch liegen will, dies nicht will und das nicht will.

Dieser klitzekleine Mensch, der unwillig auf dem Wickeltisch liegt und sich dauernd aufbäumt, sodass nur noch Fersen und Hinterkopf die Unterlage berühren.

Eltern, die vor Frustration ständig den Tränen nahe sind (oder tatsächlich weinen) und die nach 45 oder mehr Tagen mit einem Baby, das permanent unausgeglichen ist, das oft unruhig und unrund herumzappelt und äußerst selten Ruhe findet, beginnen, an ihren pädagogischen Fähigkeiten zweifeln. Und man möchte doch einmal einfach nur mit dem Kinderwagen spazieren gehen und vielleicht dabei telefonieren oder einfach die Vögel betrachten, genauso wie die anderen Mamas und Papas, und sich einfach mal wieder normal fühlen, wenigstens für ein paar Minuten.

Man fragt sich immer wieder: Was ist los mit meinem Baby? Müde? Hunger? Bauchweh?

Mache ich alles richtig oder ist dieses Zappeln und Winden ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist? 

Was mache ich bloß?

Kommt dir das alles bekannt vor? Dann ist dieser Beitrag für dich - lies also gerne mit. Die ToyAcademy hat nämlich unsere Babyexpertin Ann Helene Kristensen um Hilfe gebeten, zu verstehen, inwieweit motorische Unruhe ein Zeichen für (mangelndes) Wohlergehen sein kann.

Wir versprechen dir, dass:

  • du in fünf Minuten schon viel entspannter sein wirst
  • du in hohem Grad verstehen wirst, wieso motorische Unruhe bei Babys völlig normal ist - und sogar ein positives Zeichen
  • du noch besser verstehen wirst, wieso Nähe, Spiel und Kontakt lebenswichtig für dein Kind und seine Entwicklung und absolut unabdingbar für dessen Wohlergehen sind.
  • du den Wert der “3 B” noch mehr schätzen wirst - nämlich Balance, Bewegung und Berührung.
Ergoterapeut Ann HeleneErgoterapeut Ann Helene

Ann Helene Kristensen ist ein fester Teil des Expertenpanels der ToyAcademy.

“Ich bin Ergotherapeutin und habe mich auf Kinder im Normbereich spezialisiert. Ich arbeite jeden Tag mit Kindern, Eltern und Betreuern zusammen, um ihnen zu helfen, dass ihr Alltag so angenehm wie möglich ablaufen kann. Mit Schwerpunkt auf der sensomotorischen Entwicklung von Kindern leite ich sanselab.dk in Kopenhagen, wo ich Familien helfe, Kindern die besten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu geben.”

Kann motorische Unruhe bei meinem Baby ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht in Ordnung ist?

Wenn man ein kleines Baby hat, macht man sich typischerweise viele Gedanken über das Wohlergehen und die Entwicklung. Es ist ganz natürlich, wenn man darüber Gedanken macht, ob sich das kleine Kind genug bewegt oder ob das Bewegungsverhalten womöglich auffällig ist.

Vielleicht erlebt ihr auch viele nächtliche Unterbrechungen und du wunderst dich, inwieweit das normal ist.

Lasst uns einmal näher betrachten, was es mit motorischer Unruhe bei Babys auf sich hat und untersuchen, welches Bewegungsverhalten bei Babys normal ist und wie du dein Baby spielerisch in seiner Entwicklung unterstützen kannst.

Hier kannst du Babyspielzeug finden, das dein Baby in der emotionalen, geistigen und körperlichen Entwicklung unterstützt.

Leg og samvær med din baby øger trivslen og giver mere ro.Leg og samvær med din baby øger trivslen og giver mere ro.

Die ersten Bewegungen - eine natürliche Entwicklung

In den ersten 2 Monaten bewegt sich dein Baby nach einem bestimmten Muster, vor allem wenn es auf dem Rücken liegt. Diese Bewegungen mögen unausgewogen erscheinen, sind jedoch Teil der natürlichen Entwicklung. Der Körper deines Babys reagiert auf Reflexe, die durch Sinneseindrücke ausgelöst werden. Diese Bewegungen sind wichtig, denn sie helfen deinem Baby, seinen eigenen Körper zu entdecken und bereiten den Körper auf spätere Bewegungsabläufe vor.

Wenn sich dein Baby bewegt, werden Signale zwischen dem Körper und dem Gehirn hin und her gesendet - diese Signale sind wie Straßenarbeiter, die dafür sorgen, dass die Straße glatt und frei von Hindernissen ist.

Bewegung - und reichlich davon - ist Teil der natürlichen Entwicklung deines Babys. Motorische Fähigkeiten haben mit Bewegung zu tun - und Bewegung ist nicht mit Unruhe gleichzusetzen. Wenn sich dein Baby viel bewegt und oft überaus aktiv wirkt, gibt es meistens keinen Grund zur Besorgnis.

Ganz im Gegenteil.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Babys nicht dazu geschaffen sind, die ganze Zeit stillzuliegen, selbst wenn sie schlafen. Ein Baby, das sich sehr viel bewegt, ist meistens ganz normal entwickelt. Als frisch gebackene Eltern muss man sich erst an diesen kleinen Körper gewöhnen, der pausenlos in Bewegung zu sein scheint. Babys drücken sich mithilfe von Bewegung und Geräuschen aus - auf diese Weise kommunizieren sie und erkunden sich selbst und die Welt.

Mit so einem kleinen Wesen kommt man selten länger zur Ruhe, und das ist auch völlig normal.

Auch wenn es überwältigend erscheinen mag, ist diese ständige Bewegung und Unruhe ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung deines Babys. Babys sind neugierig und nutzen Bewegung, um ihre Umgebung und ihren Körper kennenzulernen. Die Interaktion mit deinem kleinen Baby durch Spiele, Interaktion und Berührung ist daher von großer Bedeutung für sein Wohlbefinden und seine Entwicklung.

Motorische Unruhe bei Babys - ein notwendiger und normaler Teil der Entwicklung

Wenn dein Baby geboren wird, sind sein Gehirn und sein Nervensystem noch lange nicht fertig entwickelt.

Menschen sind die hilflosesten aller Säugetiere, wenn sie geboren werden. Sie benötigen anfangs ununterbrochen Hilfe und Unterstützung, um zu überleben - nur atmen, trinken, schlucken und verstoffwechseln können sie schon eigenständig.

Es gibt so viel, das Menschenbabys lernen müssen. Und Lernen setzt voraus, dass man sich Schritt für Schritt an Fähigkeiten herantastet, indem man sie einfach ausprobiert. 

Die Gebärmutter war bis zur Geburt der Ort, der deinem Baby und seinen Sinnen vertraut war. Jetzt müssen sie alles von vorne kennenlernen und sich völlig neu orientieren.

Denn das Sinnessystem baut ganz stark auf der Wahrnehmung der Schwerkraft auf, die in der Gebärmutter ganz anders wahrgenommen wird. Im Fruchtwasser liegt dein kleines Baby federleicht und schwerelos, die Geräusche der Außenwelt sind gedämpft, es ist ziemlich dunkel. Wenn es dann geboren wird, bekommen die Sinne plötzlich viel zu tun. Auf einmal befindet sich das Baby in einer grellen und lauten Welt, die nicht mehr viel mit diesem schwerelosen Dasein in einem geschützten und angenehm temperierten Raum zu tun hat.

Um die Welt um sich herum zu entdecken, muss das Baby nun seinen Körper einsetzen.

Du unterstützt dein kleines Kind in seiner Entwicklung am besten, wenn du Zeit mit ihm verbringst und seine Sinne spielerisch anregst - wenn du mit ihm sprichst, spielst und generell aktiv mit ihm zusammen bist, denn auf diese Weise wird das Wahrnehmungssystem angeregt und dein Baby bekommt schrittweise ein besseres Gefühl für seine Umwelt.

Aktives Zusammensein bedeutet Nähe, Körperkontakt, Spiel, sprachliche Zuwendung und Berührungen - wenn das Baby länger ohne Kontakt zu seinen Bezugspersonen unter einem Spielbogen, auf der Decke, dem Sofa oder im Kinderwagen liegt, findet keine Aktivierung statt.

 

Inwieweit hängen motorische Unruhe und Nähe zur Bezugsperson zusammen?

Hav baby hos dig, når du laver andre tingHav baby hos dig, når du laver andre ting

Körperliche Nähe und physischer Kontakt helfen einem motorisch unruhigen Baby, sich zu entspannen. Das passiert beispielsweise, wenn bestimmte Sinneseindrücke dein Baby darin unterstützen, seine körperliche Position und Umgebung wahrzunehmen. 

Vermutlich denkst du, dass es völlig unmöglich ist, dem Baby den ganzen Tag lang deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Doch sei beruhigt, darum geht es gar nicht. Du kannst natürlich gerne mit deinem Baby auf der Decke liegen und spielen, doch es ist nicht notwendig, dies den ganzen Tag lang zu tun.

Nimm dein Baby mit zu Erledigungen, hab es so viel wie möglich am Arm, im Wickeltuch oder in einer Babytrage. Sprich viel mit deinem Baby, singe Lieder, berühre es, rolle es, massiere es und gib ihm viele Küsschen und Streicheleinheiten.

Auch für dich ist dies eine neue Situation und du musst dich daran gewöhnen und wirst so einiges dazulernen:

  • Als neu gebackener Elternteil kann es sich überwältigend anfühlen, ab nun immer in Gesellschaft dieses neuen Menschlein im Miniformat zu sein, dessen Überleben und Wohlergehen vollkommen von dir und deinem Einsatz abhängig ist.
  • Als Mama kann man das Gefühl haben, dass einem der eigene Körper fast fremd geworden ist, weil er sich in einer ständigen Veränderung befindet, die für das Überleben des Nachwuchses notwendig ist. Allein schon in der Schwangerschaft erfährt der weibliche Körper eine imponierende Transformation - und nach der Geburt kommt die nächste Veränderung auf einen zu.
  • Als Vater (und als Mutter) erlebt man oft, dass die eigene Identität, der Alltag und auch die Beziehung einer großen Veränderung unterworfen werden, und diese Phase ist nicht immer ganz einfach für neu gebackene Eltern. Die Zweisamkeit, die man davor hatte, kann einem durchaus manchmal fehlen.
  • Und die meisten Eltern, egal welches Geschlechts, erleben nun eine Zeit mit massivem Schlafmangel aufgrund des vielfach unterbrochenen Schlafs. Eine bleierne Müdigkeit wird zum täglichen Begleiter und das Gehirn gleicht nun nicht mehr einem schneidigen Ferrari, wie vor den zwei Strichen am Schwangerschaftstest, sondern eher einer stotternden Schrottmühle …
    Es gibt viele wunderbare, herrliche und unvergessliche Augenblicke, wenn man ein Baby bekommen hat und in denen du das Gefühl haben kannst, dass dein Herz regelrecht anschwillt vor Liebe und das Leben plötzlich eine ganz neue und andere Bedeutung bekommen hat.

Und es gibt auch viele Augenblicke, die von Überforderung, Ratlosigkeit und überwältigenden Gefühlen geprägt sind und von denen dir keiner erzählt hat, dass sie zu diesem Eltern-Werden-Spektakel dazugehören.

Daher ist es wichtig, dass du deine Empfindungen anerkennst und annimmst - und für dein kleines Baby. Ihr befindet euch in einer Art Krisen- oder Ausnahmezustand und das ist ganz normal.

Aber es ist auch ganz klar, dass man an seinen elterlichen Kompetenzen zweifeln kann und sich unsicher fühlt. Du befindest dich in einer ganz neuen Situation und machst etwas zum ersten Mal in deinem Leben - und sowohl dein Baby als auch du selbst habt eine Menge zu lernen.

Sei geduldig mit deinem Baby und mit dir selbst. Du bist das Wichtigste im Leben deines Babys.

Nimm deine Unsicherheit an - und nun lass uns einmal gucken, wie du deinem Kind helfen kannst, seinen Körper besser kennenzulernen, indem wir die Sinne einbeziehen.

Ein Baby mit motorischer Unruhe ist ein Baby, das dabei ist, zu lernen

Es ist schwer zu erkennen, ab wann motorische Unruhe ein Problem darstellt. Aber das muss man eigentlich gar nicht unterscheiden. 

Denn was deinem Baby hilft, zu lernen, sich in der Welt zurechtzufinden und seinen Körper in Beziehung zu seiner Umwelt wahrzunehmen, sind Nähe, Spiel und Bewegung. 

Wenn Eltern zur Ergotherapeutin Ann Helene kommen, weil sie sich wegen der motorischen Unruhe ihres Babys Sorgen machen, werden sie erst einmal eingeladen, es mit Nähe, Präsenz und entspanntem Spielen zu versuchen. 

Sobald man weiß, dass die Geräusche und die offensichtliche Unruhe des Babys nicht immer damit zu tun haben, dass es hungrig oder müde ist oder eine frische Windel benötigt, lohnt es sich, eines der sogenannten “3 B” auszuprobieren:

Leg med din baby, så trives I bedre begge toLeg med din baby, så trives I bedre begge to

Die drei B: Balance, Bewegung und Berührung

Um dein Baby darin zu unterstützen, motorisch entspannter zu werden und die Entwicklung des Körperbewusstseins zu fördern, kannst du die folgenden drei Schlüsselelemente verwenden: Balance, Bewegung und Berührung.

Balancespiele

Balance hängt mit unserem Gleichgewichtssinn zusammen. Über diesen kannst du hier übrigens mehr lesen.

Du kannst den Gleichgewichtssinn deines Babys anregen, indem du es vorsichtig und sanft in einem Babykreisel drehst oder es in einer Babyschaukel hin- und her schaukelst, damit es auf und ab und hin und her bewegt wird.

Als andere Spielmöglichkeit kannst du dein Baby vorsichtig um die eigene Achse drehen. Du kannst dein Baby im Arm halten, während du tanzt und dich drehst. Die Rotation um die eigene Achse ist eine beruhigende Bewegung für das unreife Nervensystem des Babys. Du kannst dir also sicher sein, dass das gemeinsame Tanzen nicht nur Spaß macht, sondern deinem Baby auch zu mehr Balance und Ruhe verhilft.

Hier findest du eine feine Auswahl an Babyschaukeln. Und die berühmten und äußerst beliebten Kreisel von Gonge findest du hier.

Berührung - Aktivierung der C-taktilen Nervenfasern in der Haut

Berührung ist eine magische Weise, eine Verbindung zwischen dir und deinem Baby zu schaffen.

Wenn du den Bauch deines Babys massierst oder einen sensorischen Ball zur sanften Stimulierung verwendest, aktivierst du faktisch die sogenannten C-taktilen Fasern in der Haut.

Diese kannst du dir als kleine Sensoren vorstellen, die dem Gehirn deines Babys etwas über die Intention der Berührung erzählen. Berührungen wie diese stärken den gefühlsmäßigen Kontakt zwischen dir und deinem Baby und haben eine unermeßliche Bedeutung für die Entwicklung. Wenn du nächstes Mal dein Baby mit deinen Händen oder einem sensorischen Ball massierst, kannst du daran denken, dass du damit aktiv dazu beiträgst, die Sinne und sensorischen Verbindungen im Körper deines Babys zu stärken. Gleichzeitig stärken diese Interaktionen auch eure Beziehung.

Massagebälle findest du übrigens hier.

Berührungen und Nähe sind nicht nur für die liebevolle Bindung zwischen Eltern und Kind von großer Bedeutung, auch der Tastsinn profitiert davon. Taktile Reize haben für Menschen bis ins hohe Alter einen entspannenden Effekt und vor allem Neugeborene profitieren davon. Wir haben eine Kategorie mit Spielzeug für den Tastsinn für Neugeborene zusammengestellt, in der du dich bei Interesse umsehen kannst.

In unserem Blog kannst du in unserem Beitrag über die positiven Effekte von körperlicher Nähe mehr darüber lesen, wie du Massage und Berührung in den Alltag mit deinem Baby einbauen kannst.

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Bewegung: Die propriozeptive Wahrnehmung verstehen

Die Propriozeption oder auch Tiefenwahrnehmung ist das integrierte GPS deines Babys.

Hier kannst du mehr darüber lesen.

Dieser Sinn vermittelt deinem Baby, wo sich sein Körper im Raum befindet und wie er platziert ist.

Wenn du die Augen geschlossen hast und deine Hand ausstreckst, um etwas zu berühren - dann ist es die Tiefensensibilität, die dir hilft, das Objekt zu finden, ohne dass du die Augen öffnen musst.

Die Fähigkeit, spüren zu können, wo sich unsere Muskeln, Sehnen und Gelenke befinden und wie viel Kraft wir für eine Bewegung aufwenden müssen, verlangt Wiederholung und Übung. Dein kleines Kind ist als Neugeborenes auf diesem Feld natürlich ein totaler Anfänger.

Das Gehirn eines Babys muss erst lernen, dass die Hand am Ende des Armes sitzt. Für uns Erwachsene sind Körperbewusstsein und die Fähigkeit, körperliche Handlungen ohne Aufwand auszuführen, eine Selbstverständlichkeit und wir können uns kaum vorstellen, so wenig Kontrolle über den eigenen Körper haben zu können.

Aber es erfordert eine ordentliche Portion Arbeit, um Körper und Gehirn zum Zusammenarbeiten zu bringen. Übung macht den Meister! Um zum Ziel zu kommen, ist Bewegung erforderlich - und noch mehr Bewegung. Massenhaft Bewegung! Und manchmal kommt ein bisschen Frustration dazu.

Bewegungsspiele und Lieder können eine tolle Möglichkeit sein, um die Tiefensensibilität deines Babys anzuregen. Beispielsweise kannst du „Brüderchen (oder Schwesterchen?), komm tanz mit mir“ für dein am Rücken liegendes Baby singen und passend zum Liedtext Arme, Beinchen und Körper strecken und bewegen. Auch das Lied „Apfelstrudel, Apfelstrudel“ kannst du singen, während du dein Baby sanft streckst und zu den Worten des Liedes bewegst. Vielleicht kennst du noch mehr Kinderlieder, die man mit Bewegung verbinden kann?

Finde Spielzeug, das dein Baby anregt, seinen Körper zu drehen und zu wenden. Wir haben dafür eine eigene Kategorie eingerichtet, in der du Inspiration finden kannst.

Am wichtigsten sind Nähe und Liebe

Sei dir bewusst, dass Babys schnell über stimuliert werden, besonders gegen Ende des Tages.

Auch du wirst abends müde. Daher erlebst du die Bewegungen und Ausbrüche deines Babys abends vielleicht mit etwas müden Augen. Du und dein Baby seid so aufeinander abgestimmt und teilt so viel Nähe miteinander, dass ihr euch natürlich auch gegenseitig mit euren emotionalen Zuständen beeinflusst. Daher kannst du auch schneller nervös oder frustriert auf dein Baby reagieren, wenn du bereits erschöpft bist und eigentlich ein Nickerchen brauchen könntest.

Sei milde mit dir selbst, wenn du am Ende des Tages auf dein Baby blickst und deine Fähigkeiten als Mama (oder Papa) als unzulänglich empfindest. Es ist wichtig, dass du Geduld mit dir selbst hast und aus Verzweiflung nicht gleich 200 Euro in ein Eltern-Webinar steckst, das du dann eh nie fertig sehen wirst … Am besten legst du dein Handy weit weg.

Es ist hingegen eine gute Idee, für Ruhe und eine entspannende Atmosphäre zu sorgen, nachdem ihr einen Tag mit viel Nähe und Spielen, einer Menge gewechselter Windeln und Spaziergängen, Kinderliedern und Küchenchaos verbracht habt. Schraube gerne deine Erwartungen herunter, denn das Leben mit kleinen Kindern ist meistens meilenweit entfernt vom perfekten Idyll aus der Windelwerbung.

Eine ruhige Umgebung kannst du einrichten, indem du dafür sorgst, dass so wenig Stimuli wie möglich vorhanden sind. Finde eine Ecke in der Wohnung oder im Haus, in dem nicht so viele visuelle Reize vorhanden sind. Vielleicht eine Stelle, an der du dem Chaos auf dem Boden, den Krümeln auf dem Esstisch und dem Tellerberg an der Spüle den Rücken zuwenden kannst.

Denn wenn du entspannt bist, dann entspannt sich auch dein Baby viel leichter.

Es geht im Großen und Ganzen schlicht und einfach um Nähe, Geborgenheit, Liebe und um euer Zusammensein.

Egal, welche Spiele ihr im Laufe des Tages gespielt habt und in welchen Ecken in deinem Zuhause du mit deinem Baby bist - das Wichtigste für die kindliche Entwicklung ist, dass du für dein Baby präsent bist, dass du aufmerksam und liebevoll bist und es sich geborgen und geliebt fühlt.

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