Schon 20 Minuten Spielen im Freien machen einen riesigen Unterschied für dein Kind und dich!
Juhu, es ist Frühling! Obwohl das Aprilwetter oft ziemlich wechselhaft ist, bleibt es jetzt den ganzen Nachmittag hell – sogar noch ein bis zwei Stunden nach dem Abendessen. Die Kinder spüren das Licht, und vielleicht musst du sie sogar daran erinnern, dass sie noch eine Jacke brauchen.
Dieses Gefühl von Freiheit, das durch mehr Tageslicht und etwas wärmeres Wetter entsteht, ist einfach fantastisch. Aber denkst du daran, deine Kinder rauszuschicken, damit sie diese Freiheit genießen, rote Wangen bekommen, mit Bällen, Yo-Yo oder Frisbee spielen? Hast du schon einen Schläger für das dänische Spiel Rundbold oder neue Swingball-Ausrüstung besorgt? Gibt es genug Bälle für Halli-hallo und musst du vielleicht Seifenblasen, Springseile, Gummitwist, Wikinger-Schach oder Hüpfsteine nachkaufen?
Dieser Beitrag inspiriert dich dazu, einen schönen Korb mit Outdoor-Spielzeug zusammenzustellen, der direkt an der Tür steht und so zu spontaner Aktivität im Freien einlädt. Wenn das Spielzeug leicht zugänglich ist und ebenso schnell wieder weggeräumt werden kann, wird das tägliche Spielen draußen schnell zur Gewohnheit. Schon 20 Minuten an der frischen Luft sorgen dafür, dass sich dein Kind besser fühlt und neue Freundschaften in der Nachbarschaft schließen kann. Wer hat Lust, Seil zu springen oder Tricks mit dem Yo-Yo zu üben?


Zurück zu den guten, alten Spielideen im Freien
Der Frühling 2020 und 2021 hat uns Eltern zur Vorsicht gezwungen. Soziale Blasen, feste Spielkameraden, Homeschooling und „Nichts anfassen!“ gehörten leider zum Alltag.
Kinder mussten oft hören: „Nein, heute nicht!“. Freies Spielen ohne Verabredung ging kaum noch. Das Teilen von Bällen oder Seilen war tabu. Spiele wie das dänische„Kluddermor“ (auf Deutsch Menschenknoten) wurden plötzlich zu rebellischen Aktionen, und Langspucken war biologische Kriegsführung.
Jetzt geht's wieder los! Wir können wieder Freundschaften pflegen, in Bäume klettern und weniger planen. Vielleicht auch weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Digitales Zusammensein war besser als gar keines – das stimmt. Aber nun dürfen wir wieder richtig. Wir müssen uns nur erinnern, wie es geht.


Sag wieder öfter: „Geh raus und spiel – ich rufe, wenn es Abendessen gibt!“
Erwecke wieder die motorischen und sozialen Fähigkeiten, die draußen besonders gut gefördert werden: Rennen, Hüpfen, Springen, spontane Treffen mit Freunden, Entfernungen einschätzen, Gleichgewicht und alle anderen Sinne trainieren. Teile dein Spielzeug mit anderen Kindern oder übe alleine Dribbeln, Seilspringen oder Wandball.
Freu dich auf aufgeschürfte Knie, rote Wangen, undefinierbaren Dreck unter den Nägeln und Nasen voller getrockneter Schnodderkrusten.
Die Freiheit draußen zu spielen, ist das Beste für dein Kind im Frühling – aber wie fängt man an?
Übung macht den Meister – hilfst du deinem Kind beim Neustart?
Überall in den Kitas und Schulen im ganzen Land beobachten Mitarbeiter, dass die Kinder immer weniger alters- und klassenübergreifend miteinander spielen. Kinder und Jugendliche haben sich an feste soziale Gruppen gewöhnt, und während das in den letzten Jahren durchaus sinnvoll war, ist es langfristig eine ziemlich ausschließende Form des Zusammenseins. Wir sollten Kinder und Jugendliche deshalb darin unterstützen, wieder offener miteinander zu spielen, andere Kinder einzuladen, neue Bekanntschaften zu schließen und auch Spielverabredungen mit den Kindern einzugehen, die sie noch nicht so gut kennen. Oder vielleicht sogar mit denen, mit denen sie während C... ach nee, das Wort wollen wir gar nicht erst ausschreiben. Also mit denen, die nicht in unserer festen sozialen Blase waren.
Nach draußen zu gehen und zu spielen, kann ein großer Schritt in die richtige Richtung sein. Für manche Kinder ist es völlig normal, einfach spontan auf neue Freunde zuzugehen und loszuquatschen. Anderen hingegen fällt das deutlich schwerer – und dann ist vielleicht deine Unterstützung gefragt. Frag dein Kind, ob du ihm dabei helfen sollst, neue Freundschaften zu schließen. Falls zuerst eine Verabredung nötig ist, organisier sie doch einfach mit den Eltern des anderen Kindes. Zeig Eigeninitiative und mach deinem Kind vor, dass man sich auch locker mit neuen Bekanntschaften bei einem Kaffee treffen und nett miteinander plaudern kann. Du kannst auch mal in der Kita oder Schule nachfragen, ob andere Eltern ähnliche Erfahrungen machen, und gemeinsam überlegen, wie ihr die festen Spielstrukturen wieder etwas aufbrechen könnt.


Stelle einen Korb mit Outdoor-Spielzeug bereit!
Wenn du es deinem Kind leichter machen und gleichzeitig Fragen wie: „Was soll ich denn draußen machen? Mir ist langweilig!“ vermeiden willst, dann gib dir etwas Mühe und sorg für schönes Outdoor-Spielzeug oder coole Ausrüstung für draußen. Achte dabei darauf, dass dein Kind ganz einfach ans Spielzeug kommt und es genauso leicht wieder wegräumen kann. Vor allem Letzteres ist auch für dich eine große Hilfe…
Wenn du das Spielen draußen attraktiver gestalten willst, dann stell dir dein Zuhause wie eine Autobahn vor: Wo kommt dein Kind rein, wo stellt es seine Tasche ab und zieht seine Schuhe aus? Wo ist die Tür, die nach draußen führt, wo gespielt wird? Und wo landen die Schuhe später wieder, wenn dein Kind wieder reinkommt? Genau entlang dieser "Autobahn" solltest du alles platzieren, worauf du dein Kind aufmerksam machen möchtest. Denn sonst besteht nur wenig Chance, dass die ohnehin schon begrenzte Aufmerksamkeit deines Kindes am Nachmittag genau dorthin gelenkt wird, wo du sie haben möchtest.
Außerdem ist es eine richtig gute Idee, tolles Outdoor-Spielzeug griffbereit in einem Korb oder einer Kiste genau dort aufzustellen, wo Schuhe an- und ausgezogen werden. So ist es ganz einfach, beim Schuheanziehen schnell das Springseil, den Hüpfball, das Diabolo oder die Jonglierbälle mitzunehmen.
Und noch besser – das Spielzeug landet genauso leicht wieder an seinem Platz, wenn dein Kind die Schuhe wieder auszieht.
Ideen für deinen Outdoor-Spielzeugkorb:
Aber was packst du nun in so einen Korb? Womit spielen Kinder gern?
Je nach Alter und Interessen deines Kindes gibt es ganz unterschiedliches Spielzeug und viele verschiedene Spielgeräte, die sich für den Outdoor-Korb eignen. Die folgenden Ideen sind eine gute Grundlage – so ist für Einzelspieler und gemeinsame Spiele für Kinder verschiedenen Alters etwas dabei. Wähl einfach das aus, was für euch passt:
- Tennisbälle: Für verschiedene Ballspiele an der Wand wie „Hop über den Ball“, für Spiele wie „Halli-Hallo“ und „Simon sagt“ über einen Zaun hinweg, für „Smørklat“ und Rundbold.
- Klettball mit Handschuhen: Eine geniale und lustige Art, Ballspielen zu lernen, besonders wenn dein Kind noch nicht gut fangen kann.
- Diabolo: Ein wunderbares Spielgerät für jedes Alter. Manchmal ist es total angesagt, in anderen Jahren ruht es etwas. Aber hol es ruhig hervor – dein Kind wird es lieben. Kannst du vielleicht sogar selbst noch ein paar Tricks aus deiner Jugend?
- Bohnensäckchen: Ideal, um Werfen und Fangen zu üben, besonders wenn dein Kind dabei noch etwas unsicher ist. Die Erfolgserlebnisse mit diesen Säckchen stärken die Hand-Augen-Koordination. Auch prima zum Jonglieren allein oder zu zweit.
- Aktivitätsringe: Zum Jonglieren und Hüpfen – etwa als Teil eines Parcours „Der Boden ist Lava“.
- Großer, weicher Ball: Zum Werfen bei Spielen, bei denen mit beiden Händen gefangen wird, wie beispielsweise beim Völkerball. Dieser hier ist besonders robust.
- Seifenblasen: Immer eine schöne Aktivität, die andere Kinder genauso effektiv anlockt wie ein Teller mit geschnittenen Äpfeln und Keksen.
- Gummitwist: Das kennst du bestimmt noch aus deiner eigenen Kindheit. Ein fast vergessenes Spiel, das es sich wirklich lohnt, deinem Kind beizubringen.
- Bettlaken oder ein großes, nicht zu dickes Tuch und Wäscheklammern: Zum Hüttenbauen. Eventuell kannst du dafür auch ein fertiges Set verwenden.
- Kurzes und langes Springseil: Zum Seilspringen allein oder gemeinsam mit anderen.
- Ball- und Schlägerset: Dieses Set empfehlen wir gern, da es einfach zu handhaben ist, sich für viele Altersgruppen eignet und keine Fensterscheiben gefährdet.
- Yo-Yo (2 Stück): Viel zu viele Kinder hatten noch nie ein Yo-Yo in der Hand. Dabei erfordert es Übung und Geduld – wichtige Fähigkeiten in einer Welt, in der wir uns schon über langsames Internet aufregen, wenn es länger als 10 Sekunden dauert.
- Frisbee oder Bumerang – oder beides: Funktioniert nur bei ruhigem Wetter, aber dann macht es richtig Spaß.
- Ein Drache: Wenn ihr dort wohnt, wo genug Platz zum Drachensteigen ist.
- Straßenmalkreide und Hüpfsteine: Zum Regenbogen und Dinosaurier malen, Namen schreiben, Hüpfkästchen oder Spielfelder auf den Boden zeichnen.
- Walkie-Talkie-Set: Für etwas größere Kinder verwandelt ein Walkie-Talkie-Set ein normales Versteckspiel in ein aufregendes Spionage-Abenteuer.
Ein Fußball ist ebenfalls prima, wenn euer Außenbereich groß genug ist, um mit solchen fliegenden Objekten klarzukommen. Das gilt natürlich genauso für Bumerang und Frisbee. Wenn Frau SchmidtGeranien im zweiten Stock aber keine unfreiwilligen Schnitte vertragen, dann sind vielleicht Seifenblasen und Hüpfsteine besser geeignet.
Schaukeln, Sandspielzeug, Tretroller, Skateboards und Laufräder gehören ebenfalls zu den absoluten Must-haves, und du findest alles hier in unserer Auswahl an Outdoor-Spielzeug bei ToyAcademy.


Am besten nicht am Spielzeug sparen
Wenn ihr jeden Tag etwa eine halbe Stunde draußen spielen wollt, braucht ihr gutes Equipment. Denn genauso wie ein abgebrochener Bleistift das Zeichnen verdirbt, verdirbt ein platter Ball oder ein kaputtes Frisbee den Spaß.
Wir wünschen euch viel Freude dabei, den Frühling mit neuer Freiheit und frischem Wind zu genießen!
















